Es war einmal in Amerika: Iran hätte US-Banken cyber attackiert

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Es gehört zum typischen Instrument der Kriegspropaganda über die Gegner Lügen zu verbreiten. Das beherrschen alle Regierungen gut. Zur Meisterklasse haben es mit jahrzehntelanger globaler Erfahrung die USA gebracht. Ihr Vorteil: Das was die US-Regierung behauptet, wird rund um den Globus besonders von westlichen Medien als Abrahams Offenbarung verbreitet. Der Liebungs-Geschichten-Gegner der USA ist derzeit der Iran.

Mal sind es Massaker an Kindern, die die Gegner angeblich gemacht hätten (Syrien, Libyen, Irak), oder Atombomben, die der Gegner angeblich bauen wolle (z.B. Irak, Iran) oder ein Mord-Komplett an einem arabischen Botschafter in New York, die die US-Behörden angeblich aufgedeckt hätten (Irak). Immer beliebter werden auch Geschichten rund um die digitale Sicherheit im Lande. Eine neueste Version der US-Behörden: Man habe jetzt festgestellt, wonach der Iran Cyberattacken auf Banken – natürlich auf US-Banken – gefahren habe.

Während seriöse Medien wenigstens im Konjunktiv schreiben würden, was die staatlichen Behörden mal wieder für Geschichten streuen, sind die Massenmedien des Westens immer häufiger im ähnlichen Sprachduktus, wie man es zu sozialistischen oder kommunistischen Zeiten kannte: Die Regierung hat gesagt, dass es so und so ist. So schreibt ein US-Medium: „Now government officials are saying it was actually the work of Iran, possibly in response to cyberattacks it has suffered from the US.“

Doch nicht nur das: Obwohl jeder, der sich mit IT auskennt, weiß, dass man nie zu 100 Prozent feststellen kann, wer einen Cyberattack fährt, ist es US- und auch deutschen Massenmedien nicht zu peinlich zu schreiben, die US-Regierung sei sich zu 100 Prozent sicher, dass der Iran den Cyber- DDoS-Attack gegen US-Banken gefahren hätte.

Dass die US-Banken vielleicht von anderen versucht wurden gehackt zu werden – vielleicht auch von US-Hackern selber – davon spricht die US-Regierung nicht. Unser Aufruf deshalb: Bleiben Sie kritisch und glauben Sie nicht alles, was in der Zeitung steht, online verbreitet wird oder im Rundfunk.

Regierung Iran: president.ir/en/44320

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