Skip to main content
Montag, 17. Dezember 2018

Hells Angels: Rockerunion wehrt sich gegen überzogene Polizeieinsätze und Polizeischikane

Die Rockerunion, ein Zusammenschluss von Rockern und Rockerclubs (MCs), also auch von Mitgliedern der Hells Angels oder Bandidos, wehr sich gegen die aus ihrer Sicht überzogenen Polizeieinsätze, insbesondere wohl auch der GSG9. Sie sehe sich zunehmend auch der „Polizeischikane“ ausgesetzt.

GSG9-Polizisten waren auf dem Wohngelände eines Chefs der Hells Angels in Hannover morgens um 5.00 Uhr mit Tiefflug-Hubschraubern eingeflogen, hatten sich abgeseilt und den Hund des Rocker-Chefs erschossen. Der Anwalt des betroffenen Hells Angels sagte, diese Tötung sei vollkommen überzogen gewesen, zumal der Hund zurückgerufen worden sei.

Die Rockerunion wehrt sich neben den aus ihrer Sicht „überzogenen Polizeieinsätzen“ auch, wie sie mitteilte, über eine unfaire und einseitige, teils auch diskriminierende Darstellung der Rockerszene insgesamt. Zudem habe man den Eindruck es immer öfters mit „Polizeischikane“ zu tun.

Die Rockerunion verbreitete anlässlich des massiven Polizeieinsatzes mit 1200 Polizisten an 89 Einsatzorten sowie den Ermittlungsverfahren gegen 69 Hells Angeles Rocker nun folgende Erklärung. In ihr wird auch ausgeführt, warum die Rocker der Öffentlichkeit eine neue kostenlose Informations-Webseite zur Verfügung stellt: „Neben unserer Protestbewegung, den Gewaltpräventionen, unserer Aktion gegen Rechts, den Klarstellungen im Internet und in den Medien, wollen wir (mit der neuen Homepage) auch ein (Informations)-Fundus für Jedermann werden.“

Auf der neuen Newsseite sollen sich neben den Rockern auch sonstige Bürger rund um die Biker-Szene in Kutte informieren können. Auf der Homepage stellen sich Rockerclubs dar, wozu auch die Musik, also der eigene Clubsound, gehört. Zudem sollen Reportagen über MCs, also Motorradclubs, verbreitet werden. Die Rockerunion sieht sich selbst als „absolut unabhängige, neutrale Protestbewegung“, die für das positive Image der Rocker in der Öffentlichkeit werben möchte. Gleichzeitig wolle man sich auch eindeutig von etwaigen kriminellen Verwicklungen einzelner Personen oder Personengruppen distanzieren.

Um in der Öffentlichkeit stärkere Aufklärungsarbeit leisten zu können, veröffentlichte die Rockerunion nun eine Petition mit dem folgenden Wortlaut, wobei Grund für die Petition sei, dass „eine Vielzahl an Klagen über SEK-Übergriffe, Polizeischikanen sowie Diskriminierungen an Rockern und Bikern“ bestehe. Zudem habe es die Rockerszene mit einer „täglichen sehr großen Streuung von Fehlinformationen und Lügen“ in den Medien zu tun. Mit Hilfe der Petition wollten die Rocker ein positives Signal an die Öffentlichkeit geben. Bereits über 2000 Männer und Frauen haben die Online-Petition bereits gezeichnet.

Weiter führt die Rockerunion aus: „Daß Rocker und in Gruppe fahrende Biker fälschlicher Weise immer wieder pauschal über die Medien kriminalisiert werden ist so alt wie das Rocker- und Bikerwesen selbst.“ Vollig falsch sei aber, dass die Medien die Rocker nun mit dem „kürzlich erfundenen Unwort Nazirocker“ versuchen würden, Rocker und Nazis gleichzusetzen.

So schreibt die Rockerunion: „Rocker sind keine Nazis“. Auch sei es falsch, alle Rocker „gleichzusetzen mit kriminellen Organisationen“. Die Rockerunion stehe „dafür ein, dass sich in der Bevölkerung nicht weiter der Verdacht verhärtet, jeder Rocker sei ein unzivilisierter, krimineller und besoffen wild um sich schlagender Nazi-Rocker“. Auseinandersetzungen würden meist nur dann auftreten, „wenn der Gegenüberstehende keinerlei Respekt zollt oder sich abwertend verhält, niemals aber weil der Gegenüberstehende einer anderen Nation“ angehöre.

Zudem gebe es eine einfache Rockerregel, so die Rockerunion: „Treue, Ehrlichkeit, Respekt und Freiheit“ seien wichtige Tugenden. Ohne sie könne „kein Rockerclub lange bestehen“. In Deutschland gibt es nach Schätzungen weit über 100.000 Rocker. Weitere lesen:

Polizeirazzien Hells Angels, Bandidos: ‚Frauen und Kinder mit Füßen zu Boden gedrückt, Wohnungen Erdboden gleich gemacht‘

Die neue Polizei-Razzienrepublik: Salafisten, Rechtsradikale, Hells Angels, Bandidos

Hells Angels: Peinliche Ergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft

2.000 Hells Angels treffen sich in Graz in Österreich zum World Run

Hells Angels: Rockerunion wehrt sich gegen überzogene Polizeieinsätze und Polizeischikane

Folterkammer Hells Angels Nicht entdeckt – Medienfalschmeldung

Hells Angels Chef Frank Hanebuth ist stinksauer nach Razzia mit 1200 Polizisten

Hells Angels: Suche nach Leiche des Türken in Lagerhalle in Kiel ruht

Weitere Informationen unter: http://ledehcs.de/rockerunion/index2/index.htm



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Freitag, 23. November 2018

Schurkenstaat Saudi-Arabien soll weitere Kritiker ermordet haben – und zwar Prinzen

Die Khashoggi-Affäre zeigt, wie erbarmungslos das saudische Schurken-Regime seine Kritiker verfolgt und mordet. Selbst Dissidenten aus der Königs- und Diktatorenfamilie leben auf gefährlichem Fuß. So seien zwischen 2015 bis 2017 drei saudi-arabische Prinzen bis heute spurlos verschwunden, berichtete bereits vor Monaten BBC. Das heißt nichts anderes, als: Die drei Prinzen wurden wahrscheinlich auf Veranlassung des Regimes ermordet. Grund: Auch diese […]

Mittwoch, 21. November 2018

UAE

Matthew Hedges – Großbritannien droht Abu Dhabi „ernsthafte Konsequenzen“ wegen lebenslanger Haft für Briten an

Die Verstimmungen zwischen dem Westen und der arabischen Halbinsel nimmt weiter dramatische Ausmaße an. Jetzt drohte die britische Regierung den Diktatoren der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) „ernsthafte diplomatische Konsequenzen“ für die Inhaftierung eines jungen Briten an. Dies teilte der britische Außenminister mit. Auf Antrag von Abdu Dhabi war der junge britische Doktorand Matthew Hedges am Flughafen von Dubai im Mai […]

Samstag, 20. Oktober 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem dreckigen Khashoggi-Mord

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen. Das Land, in […]

Sonntag, 23. September 2018

Terror

Iranische Revolutionsgarde – Saudi-Arabien steckt hinter Anschlag mit 29 Toten auf Militärparade

In der arabischen Welt tobt seit Jahrzehnten ein mal offenerer dann wieder versteckter Krieg um die politisch-militärische Hoheit in der arabisch-sprechenden Welt. Unter dieser Folie ist nun auch die Aussage der Iranischen Revolutionsgarde zu sehen: Diese macht nämlich das von dem Diktatorenclan der Familie Saud beherrschte Saudi-Arabien für den Anschlag auf eine am Samstag durchgeführte Militärparade im Südwesten des Iran […]