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Donnerstag, 17. Januar 2019

Hells Angels: Keine Leiche eines Türken in Lagerhalle bei Kiel gefunden

Seit Donnerstag suchen Staatsanwaltschaft, Polizei, Bundeskriminalamt und Technisches Hilfswerk im Betonboden einer Lagerhalle bei Kiel nach der Leiche eines Türken, die dort einbetoniert worden sei. Die Lagerhalle soll einem Rocker der Hells Angels, eines weltweit bekannten Motorrad-Clubs, gehören. Bislang konnte jedoch keine Leiche ausgegraben werden. Vor den Grabungen hatten in einer Razzia 1200 Polizisten, darunter die Kampfeinheit GSG9, insgesamt 89 Zielobjekte untersucht und gegen 69 Hell Angels Rocker Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei ging von einem Mord an dem Türken durch die Hells Angels aus sowie einer vorherigen Folter in eine Folterkeller in Kiel.

Die Vorwürfe der involvierten Staatsanwaltschaften gegen die Hells Angels: Drogenhandel, Menschenhandel, Körperverletzungen. Den Steuerzahler dürfte die gigantische Polizeirazzia Millionen Euro gekostet haben. Doch nennenswerte Ergebnisse haben bis jetzt weder Staatsanwaltschaft noch Polizei vorzuweisen.

Seit über drei Tagen fräst das Technische Hilfswerk gemeinsam mit der Polizei den Betonboden einer Lagerhalle bei Kiel auf. Hier soll nach Angaben eines von der Kriminalpolizei Verhörten die Leiche eines 47-Jährigen Türken liegen. Doch auch hier konnte bislang nichts gefunden werden.

Deshalb müssen sich sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Polizei zunehmend die Frage stellen lassen: War die Großrazzia, die von 1200 Beamten in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein durchgeführt worden war, nicht doch überzogen?

Die Antwortet lautet – sollten nicht in Kürze nennenswerte Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert werden -ja, es war überzogen. Denn im Rahmen der Razzia wurde auch das Haus eines Hells Angels Rocker Chefs Frank Hanebuth morgens um 5.00 Uhr mit Hubschraubern gestürmt worden. Dabei wurde auch sein weniger Montate alte Hund erschossen. Auch im Haus des Hells Angels Chefs, über den selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung online schrieb, er habe das Rotlichtmilieu von Hannover mit befriedet, wurde nichts nennenswertes an kriminellem Ballast bislang gefunden.

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