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Sonntag, 23. Juni 2019

Israel in Gazastreifen 2008: 1000 Tote nach Operation Gegossenes Blei – Erinnerung

Bereits vor einigen Wochen machte das ZEIT-Magazin (Nummer 49 / 2013) mit einer großen Titelgeschichte von Annabel Wahba auf zum Thema Massentötungen Israels an den arabischen Palästinensern im Gazastreifen.

In der „Operation Blei“, welche am 27. Dezember 2008 startete und 22 Tage dauerte, wurden vorwiegend durch israelische Bombenangriffe aus der Luft nach Angaben des ZEIT-Magazins rund 1000 arabische Palästinenser durch Israel umgebracht. Viele sprechen auch heute noch in der UNO von Mord – von einem illegalen Massenmord.

Das ZEIT-Magazin dokumentiert jedenfalls in seiner Erinnerungs-Geschichte an die brutale israelische Militäroperation „Gegossenes Blei“ vorwiegend Fotos des Fotografen Paolo Pellegrin. Doch trotz seiner erschütternden Zeitdokumente der israelischen Luftschläge gegen die Palästinenser, verweist der Fotografen Paolo Pellegrin von der Fotoagentur magnumphotos.com darauf, wonach er „nicht nur über die Opfer auf palästinensischer, sondern auch über Terroropfer auf israelischer Seite“ regelmäßige Foto-Dokumentationen anfertige.

Auch das Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com möchte nun rund fünf Jahre nach den israelischen Massentötungen an den Arabern, den Palästinensern, an die „Operation Blei“ erinnern. Dabei geben wir auch Ausschnitte wider über Bilder und Text-Erklärungen, welche das ZEIT-Magazin in seiner Reportage erschütternd in seiner Ausgabe 49 / 2013 veröffentlicht hatte.

Das ZEIT-Magazin publizierte aber nicht nur erschütternde Fotos von durch Israels Militäraktion ‚Gegossenes Blei‘ verstümmelten erwachsenen Menschen, sondern auch Fotos von Kindern, die in Mitleidenschaft der israelischen Militäraktion gezogen worden sind.

So berichtet das ZEIT-Magazin beispielsweise von der „heute elfjährigen Nur Thabet“. Sie sei damals 2008 bei ihrer Tante gewesen, als sie am 17. Januar 2009 beschossen wurde. Zu diesem Zeitpunkt währte Israels brutale und verbrecherische „Operation Blei“ bereits über 20 Tage. Seit jenem 17. Januar 2009 könne die elfjährige „Nur Thabet“ jedenfalls ihre rechte Körperhälfte nicht mehr bewegen, schreibt das ZEIT-Magazin.

Ein weiteres Opfer der israelischen Luftangriffe im Jahr 2009 sei, schreibt die ZEIT, Ahmed Samir Asfur, 23. Er sei damals von einer (Anmerkung: wohl israelischen) Drohne beschossen worden. Nach dem Angriff sei er nach Ägypten verbracht worden – und musste sich seitdem schmerzlichen zehn Operationen unterziehen. Auf dem Foto, das das ZEIT-Magazin abdruckt, sieht man, wie geschunden, vernarbt und gezeichnet der Körper des erst 23-Jährigen Samir Asfur ist.

Doch wie in den vergangenen 60 Jahren, so gilt auch heute noch aus Sicht vieler israelischer Politiker, Militärführer oder Polizeiführer: „Wer sich unter den Palästinensern versucht gegen israelische Angriffe und völkerrechtswidrige Besiedlungen arabischen Landes zu wehren, wird hingerichtet oder gefangen genommen und in israelische Gefängnislager gebracht – oft in Einzelhaft, oft über Jahre oder Jahrzehnte hinweg“, erklärt ein Politologe aus München

Ein weiteres Foto welches das ZEIT-Magazin druckte, zeigt einen kleinen rund 6-jährigen Jungen. Seine Beine sind von Granatsplittern und Brandmerkmalen zerschunden. Das ZEIT-Magazin schreibt: „Die Narben schmerzen ihn heute noch so sehr, dass er oft nicht schlafen kann.“

Ein weiteres israelisches Opfer ist nach Angaben der Fotodokumentation des ZEIT-Magazins Ismail al-Nadschar, 23. Er erblindete auf einem Auge auf Grund der israelischen Bombenangriffe aus der Luft, wohl eine Drohne.

Beide Beine verlor durch die israelischen Bombenangriffe aus der Luft der Araber Faradsch Aschur, heute 21. Er kann nur noch auf zwei kurzen Stümpfen sich im Sitzen einigermaßen aufrecht halten. Das ZEIT-Magazin schreibt: „Israel beschuldigt ihn, Mitglied einer Terrorbrigade zu sein, was er bestreitet“.

 
Weitere informative Beiträge und Fotos aus dem Gazastreifen und den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten veröffentlicht auch der Blog occupiedpalestine.wordpress.com.



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