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Samstag, 23. Februar 2019

Bandidos: Berliner Polizei mit Razzia

Die Razzien der Polizei gehen weiter. Nun wurden mehrere Wohnungen des Motorrad-Rockerclubs der Bandidos in Berlin gestürmt. Es heißt, es seien um die 1000 Polizisten dabei im Einsatz. Der Vorwurf: Wie einige Mitglieder der Hells Angels seien auch einige der Bandidos in Drogenhandel verwickelt. Die Razzia dürfte Millionen Euro Steuergeldern kosten. Schon die vergangenen Wochen hatte der Staat in matriarchalischer Art und Weise Razzien durchgeführt und kam aber jedes Mal mit nicht gerade überzeugenden Ergebnissen zurück. Angeblich hätte die Polizei in Berlin und Brandenburg sieben Personen verhaftet. Doch: Eine Verhaftung ist noch kein Urteil. Insgesamt seien 70 Wohnungen, auch Vereinsheime oder Arbeitsplätze durchsucht worden.

Es stellt sich dennoch langsam die Frage: Ist das Vorgehen des Staates verhältnismäßig oder entspringt es dem populistischen Bedürfnis von Politikern, der Polizei, Staatsanwaltschaft und einigen Gerichten, zu zeigen: Wir tun was? Fakt ist: Außer einigen Hieb- und Stichwaffen, wobei auch jedes Küchenmesser in einer Küche eine Stichwaffe darstellen kann, wurde bislang nicht viel gefunden. Es wird sich nun zeigen, ob die Razzien bei den Berliner Bandidos mehr zu Tage bringen. Auch die GSG9 sei, wie schon in Hannover beim Hells Angels Frank Hanebuth beteiligt, sowie Drogenspürhunde.

Schwerpunkt der Razzia sei das Clubhaus der Bandidos in Hennigsdorf (Brandenburg) gewesen. Wie schon im Haus des Club-Chefs der Hells Angels Hannover, so auch in Brandenburg: Es wurde ein Hund erschossen. Unangenehme Randnote für die Staatskräfte: Der Präsident der Bandidos in Berlin und Brandenburg war selbst mal Staatsdiener – also Polizist.

Die Polizei teilte man, man gehe mittlerweile von einer organisierten Kriminalität von einigen Mitgliedern der Rockerclubs aus und sehe sich gezwungen zu handeln.

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